




Der Stier ist lebendig – Leben in seinem Körper, in einer so ursprünglichen und wesentlichen Natur. Er repräsentiert Dionysos, Fruchtbarkeit, den Gott des Weins. Auf der ovalen Fassung des Lumen-Rings offenbart sich diese Lebenskraft in einem ruhigen, gesammelten Moment. Der vergoldete Bronze-Rahmen hält ihn, das Emaille kleidet ihn – und hier entfaltet sich der Mythos: Bordeaux ist die Farbe des Weins, der Traube, ein faszinierendes Echo von Dionysos selbst. Die Körperformen sind voll, die Beine kreuzen sich in einer ruhigen, gefassten und wohlüberlegten Geste.
Der Ring hat sanfte Volumen, gefolgt vom Glanz des Emaille. Die Farbe fängt das Licht ein und hält es – und mit ihm lebt das Tier. Er ist ein intimer Stier, in seiner Kraft geborgen, eine Verkörperung des Bacchus. Die bordeauxfarbene Oberfläche ist glatt und glänzend, die Fassung rundum vergoldet – eine solide, volle und dichte Präsenz, die man beim Berühren spürt. Die erhabenen Flächen zeichnen sich klar ab: Der Stier ist von Kopf bis Flanke in jedem Detail des Intaglios erkennbar.
Blau ist neben diesem satten Rot prächtig – Farben, die sich mit natürlicher Fülle begegnen, und das Tier erhält von ihnen eine gefasste und volle Kraft. Die Harmonie dieser Kombination spürt man auf den ersten Blick. Gelb beleuchtet und wärmt ihn, bringt sofort Licht und Energie – sein sonnigster Ausdruck. Sandton stimmt mit der Ruhe überein – die Gottheit gebändigt und niemals übertrieben. Grün erinnert an die Rebenranken um den Körper, die Weinblätter, die ihn krönen – eine Harmonie, die immer schön ist, zwei Farben, die mühelos miteinander sprechen.
Wichtige Hinweise
Die Farben der Schmuckstücke auf dem Foto können vom Original abweichen. Dies hängt von der Auflösung ab. Jedes Stück ist handgefertigt und besitzt einzigartige Merkmale.Umarme deine wilde Kraft.
Bacchus war der Sohn des Jupiter und der Semele, Tochter des Königs von Theben, in dessen Stadt er geboren sein soll. Er war der Gott der Fröhlichkeit, des Weins und der Heiterkeit; und die Dichter haben ihn als solchen reichlich gelobt: Bei allen Gelegenheiten von Freude und Festlichkeit riefen sie ständig seine Gegenwart an und dankten ihm ebenso beständig für die Gaben, die er schenkte. Ihm schrieben sie das Vergessen von Sorgen und die Freuden des geselligen Zusammenseins zu. Er wird als ein junger Mann mit fülliger Gestalt, nackt, mit einem rosigen Gesicht und einem weiblichen Ausdruck beschrieben; er ist mit Efeu und Weinblättern gekrönt und trägt in der Hand einen Thyrsos, einen Speer mit einer eisernen Spitze, umwunden von Efeu und Weinblättern. Sein Wagen wird manchmal von Löwen, manchmal von Tigern, Leoparden oder Panthern gezogen und ist von einer Schar Satyrn, Bakchen und Nymphen umgeben. Die Frauen, die ihn als Priesterinnen begleiteten, wurden Maenaden genannt, wegen ihres Wahnsinns; Thyaden, wegen ihrer Heftigkeit; Bakchen, wegen ihrer maßlosen Ausschweifung; und Mimallonen oder Mimalloniden, weil sie ihre Anführer nachahmten.
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