




Die dalmatinische Logik trägt eine subtile Ironie – das Schwarz und Weiß dieses Rings suchen einander mit einer ganz eigenen Neugier. Antinous erhält in diesem Modell eine neue Interpretation: das klassische Profil vor einem vollkommen zeitgenössischen Hintergrund, ideale Schönheit mit einem Hauch von Schwung, der sie noch lebendiger macht. Der glänzende Emaille fängt das Licht ein und reflektiert es mit Charakter – das Schmuckstück macht sich bemerkbar, zugleich dezent und bestimmt. Das Kameo und das Juwel vereinen eine offene, fesselnde Ästhetik.
Das Gesicht, das in zahllosen antiken Werken dargestellt wurde – findet heute auf diesem dalmatinischen Untergrund eine neue Dimension: Der Klassizismus bleibt präzise und erkennbar, der Hintergrund verleiht ihm unerwartete Freiheit. Das Profil von Antinous, mit der feinen Kunst der Glyptik gemeißelt, wirkt moderner, raffinierter – ein eleganter Oxymoron, der immer wieder überrascht. Der Dialog zwischen einem fast grafischen Ornament und seinem Porträt funktioniert. Er bleibt unversehrt und kehrt in neuer Gestalt zurück, die Töne des Kameos verleihen ihm eine noch fesselndere, unerwartete Erzählkraft. Antinous spricht noch immer zu uns – liebenswert, überraschend.
Mit Perlmutt und Schwarz fügt sich jede Linie fließend in den Ringkörper ein und betont Licht und Schatten in ausgewogenem Maß: Der hellere, leuchtende Ton hebt bestimmte Volumen hervor, das Dunklere dringt tiefer vor und erforscht den intimsten Bereich. Porphyr – die klassischste Farbe, passend zum antiken Motiv – erhält hier eine frische und faszinierende Ausstrahlung. Grün ist dicht und präzise, ein feiner Ton, der jede Kontur zeigt; zusammen mit Weiß und Schwarz bleibt es ausgewogen und elegant.
Wichtige Hinweise
Die Farben der Schmuckstücke auf dem Foto können vom Original abweichen. Dies hängt von der Auflösung ab. Jedes Stück ist handgefertigt und besitzt einzigartige Merkmale.Liebe, die in Erinnerung bleibt, geht niemals verloren.
Antinous (auch Antinoo oder Antinoös; 27. November, um 111 – vor dem 30. Oktober 130) war ein bithynischer Grieche und ein Favorit bzw. Geliebter des römischen Kaisers Hadrian. Nach seinem Tod wurde er vergöttlicht und sowohl im griechischen Osten als auch im lateinischen Westen verehrt, manchmal als Gott (theos) und manchmal nur als vergöttlichter Sterblicher (heros). Antinous wurde in der westlichen Kultur mit Homosexualität in Verbindung gebracht und erscheint in Werken von Oscar Wilde und dem portugiesischen Dichter Fernando Pessoa.
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